Dankbarkeitsbesuch

August von Kotzebue hat gesagt: „Dankbare Menschen sind wie fruchtbare Felder, sie geben das Erhaltene zehnfach zurück.“

Dankbarkeit entsteht, wenn wir Geschenke erhalten, mit denen wir nicht gerechnet haben. Geschenke von Menschen, die es von Herzen geben und die für uns von Wert sind. Dankbarkeit entsteht, wenn Du verstehst, dass das Leben Dir nichts schuldet und Du wahrnimmst, welche Geschenke es dennoch für Dich bereit hält. Es muss nichts Großes sein. Wenn dir bewusst wird, dass Du warmes Wasser hast, nachdem es tagelang Probleme gab. Ein Tag mit Deinem Lieblingsmenschen. Eine Blumenstrauß von Deinem Liebsten. Anerkennung von und Zeit mit Deinem Chef. Ein schweres Unglück, dass Du überstanden hast. All das sind Geschenke im Leben, die nicht selbstverständlich sind. Wir sie leider zu oft als selbstverständlich verbuchen.

Also mein Impuls heute, gebe der Dankbarkeit mehr Raum in Deinem Leben. Ideal ist es, wenn Du einmal pro Woche einen Dankbarkeitstag einplanst. Meine Lieblingsübung ist der Dankbarkeitsbesuch. Laut Studien von Martin Seligman steigert der Dankbarkeitsbesuch das Wohl- und subjektive Glücksempfinden für ca. 2-3 Monate um 20 %. Was genau ist der Dankbarkeitsbesuch? Du setzt Dich hin und überlegst, welchem Menschen Du in Deinem Leben dankbar bist. Es spielt hier nicht unbedingt eine Rolle, wann die Dankbarkeit entstanden ist und es muss auch nicht der Oberknaller sein. Es geht darum, dass Deine Dankbarkeit echt ist und Du sie fühlst. Dann setzt Du Dich hin uns schreibst einen Brief. Möglichst kurz. Versuche die Qualitäten des anderen Menschen in den Vordergrund zu stellen. Es geht ja schließlich um das Geschenk von ihm und nicht um Dich. Und dann der wohl schwierigste, aber wichtigste Schritt aus meiner Sicht. Fahre hin und lese den Brief vor. Falls Du nicht persönlich hinfahren kannst, dann rufe die Person an und lese ihr den Brief vor.

Und nun kann ich nur noch sagen: „Willst Du sehen, dann lerne zu handeln!“

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