Einleitung zur ersten Zielüberprügungskarte: Positiv

Im ersten Schritt stellen wir unser Kartenset zur Zielüberprüfung vor. Wir möchten Dich mit diesen Karten inspirieren, inne zu halten und einen Blick auf Dein Ziel zu werfen. Dich zu fragen, gibt es vielleicht Punkte, die Du bei der Zielformulierung nicht bedacht hast.

Dazu haben wir fünf Karten entworfen mit folgenden Überschriften:

Positiv

Spannst Du mit Deiner Sprache und Deinem Wording die Ziele so, dass Du auch wirklich dahin willst?

Wellenkreise

Ist Dir klar, welche Wellen Dein Ziel bei Erreichung auslösen wird?

Sinne

Ist Dein Ziel so formuliert, dass Deine Sinne angeregt sind und Dich das Ziel inspiriert, Dich auf den Weg zu machen?

Ressourcen

Hast Du alle notwendigen Ressourcen zur Zielerreichung?

Überprüfung

Hast Du Kriterien, woran Du erkennen wirst, ob Du Dein Ziel erreicht hast?

Wir werden Dir eine Karte nach der anderen vorstellen und erläutern, warum die Karte aus unserer Sicht wichtig ist.

Heute beginnen wir mit der ersten Karte „Positiv“. Viel Spaß beim Lesen!

Denke nicht an eine weiße Maus

Fast alle unsere Kunden kennen den Spruch „Denke nicht an eine weiße Maus (oder einen Elefanten)“ und jedem ist bewusst, dass er in dem Moment einfach nicht anders kann, als an eine weiße Maus zu denken. Die Kunst ist es danach, die Anstrengung auf sich zu nehmen, und der Erkenntnis Taten folgen zu lassen.

Unser Gehirn greift nur auf das zurück, was es braucht. Gewöhnst Du Dein Gehirn an das neue Denken, wird es nicht mehr auf die alten Denkmuster zurückgreifen wollen.

Als mir zum ersten Mal erklärt wurde, dass das Gehirn Worte wie nicht einfach ignoriert, musste ich dies gleich ausprobieren. Als erstes habe ich einer Freundin, die mich besuchen wollte, den Weg so erklärt, dass ich ihr sagte, wo sie nicht abfahren von der Autobahn soll. Klar ich habe auch noch erwähnt, wo sie abfahren soll und zwar ausführlich und sehr detailliert.

Und was soll ich sagen. Natürlich fuhr sie dort ab, wo sie nicht abfahren sollte. Zufall? Klar könnte sein, aber ich habe sofort eine kleine Studie ins Leben gerufen und mehr Menschen zu mir nach Hause eingeladen. Vom Abholen bis hin zu einem netten Kaffeeplausch, was ein schöner Nebeneffekt des Experimentes war. Fakt ist von 10 Besuchern sind 9 falsch abgebogen!

Und somit stand für mich fest, dass ich das Wort „nicht“ in Zukunft streiche und nicht nur bei Wegbeschreibungen, sondern vor allen Dingen bei Zielen und Wünschen.

Und das war zu Beginn echt anstrengend. Mein Gehirn gab mir einfach die gewollten Informationen nicht, die ich nicht wollte. Das wurde mit der Zeit besser und die Mühe zahlt sich immer mehr aus.

Denn sei Dir dessen bewusst, Du hörst Dir den ganzen Tag selbst zu. Ob Du nun im Dialog bist oder einfach nur nachdenkst. Du beeinflusst Dich den ganzen Tag selbst.

Egal, ob Du denkst, Du schaffst es oder Du denkst, Du schaffst es nicht, Du wirst recht behalten. (Zumindest sofern die Kriterien der weiteren fünf Karten auch noch erfüllt sind und Dein Ziel realistisch ist!)

Nach meiner sogenannten „Erkenntnis“ habe ich begonnen, meine Ziele aufzuschreiben und zu überprüfen. Ich begann aber auch mein Denken und mein Sprechen zu verändern und merkte bald, wie positiv sich das nicht nur auf Gespräche mit Mitmenschen auswirkte, sondern auch auf meine eigene Stimmung. Und das wiederum wirkte sich auf jede einzelne Beziehung aus.

Bis hin zur bewussten Entscheidung, dass ich keine Zeit mehr mit negativem Gerede verbringen wollte und tat dies kund. Zu Beginn hatte ich so meine Zweifel, wie das ankommt, dieser Zweifel legte sich jedoch schnell. Ich habe mein Umfeld gebeten, es bitte positiv zu formulieren und begründet, warum mir das so wichtig ist. Und sie kamen meiner Bitte nach, was wiederum bewirkte, dass ich insgesamt weniger Energie verlor und auch am Abend noch Lust auf Begegnungen hatte. Klar gab es auch Menschen, die der Bitte nicht nachkamen. Aber so konnte ich die Kontaktfläche zu negativen Menschen minimieren. Das neue Denken wurde nach und nach ein Bestandteil von mir.

In den letzten Jahren habe ich mich immer mehr mit dem Thema Zielformulierung beschäftigt und in der Zusammenarbeit mit Kunden herausgearbeitet, wohin der Weg führt, wenn sie diese Kriterien nicht beachten. Die Umformulierung zum positiven hin, gingen einher mit erstaunlichen Erkenntnissen.

Sprache ist eine gewaltige Macht, wie wir diese Macht nutzen, liegt bei uns.

Im Zuge meiner Ausbildung in Positiver Psychologie im letzten Jahr, war mein „Lieblingsthema“ öfter als einmal Thema und ich beschloss, alle Erkenntnisse zu sammeln und in eine Form zu gießen, die leicht nutzbar ist.

Und so entstanden dann die Karten und nun möchte ich Euch die erste Karte heute vorstellen:

Vorweg, alle Karten haben immer ein Bild auf der einen Seite, dass zum Thema passt und auf der zweiten Seite gibt es einen Leitgedanken plus einige kurze Kriterien, die Du überprüfen kannst. Also los geht’s.

Leitgedanke

Du kannst nicht verhindern, dass Du Dir beim Denken und Sprechen zuhörst.

Positive Manipulation

Wir können uns nicht nicht manipulieren. Darum wähle Deine Sprache bedacht, denn egal, was Du formulierst, es wird in Erfüllung gehen.

Zeitformat

Nutze die Macht der Gegenwart und formuliere Dein Ziel so, als würdest Du es gerade erleben.

Positiv

Formuliere es positiv. Formulieren wir Verneinungen, dann sehen wir nur die Türen, durch die wir nicht gehen möchten.

Prägnant

Wenn wir wollen, dann bleibt es meist beim Wollen. Wenn wir können, dann können wir. Beide Formulierungen signalisieren uns Stillstand.

Konkret

Vergleiche und Abstraktionen verführen uns, den Blick auf das zu richten, was der andere hat. Bleibe bei Dir und schreibe konkret auf, was Du möchtest.

Das sind die Ideen und Inhalte der ersten Karte. Im nächsten BLOG werden wir Ihnen unsere Karte Wellenkreise beschreiben. Wir freuen uns schon, wenn Sie uns demnächst wieder besuchen.

Und für alle die Karte ansehen möchten, veröffentlichen wir diese für kurze Zeit:

Positiv