Assertorik-Training lohnt sich! Sich selbst zu behaupten, ohne den Gesprächspartner in der Persönlichkeit zu verletzen!

Haben Sie Kinder? Oder können Sie sich daran erinnern, als Sie zum ersten Mal versucht haben, aufzustehen und zu laufen. Wohl kaum! Und vielleicht ist das manchmal gerade unser Problem, wenn es darum geht neue Denkweisen zu trainieren:

Als Kleinkind denken wir kaum darüber nach, ob es sich wirklich lohnt, sich eine Beule einzufangen, nur weil wir laufen möchten. Also schalten wir das Denkvermögen (haben wir das da schon) erst gar nicht ein und machen es einfach! Wir stehen auf, wackeln und fallen sofort wieder um. Kaum auf der Pampers gelandet, rappeln wir uns wieder hoch, stabilisieren uns und versuchen irgendwie uns auf beide Beine zu stellen (ohne die Hände natürlich). Na ja und schon wieder sitzen wir auf den Pampers. Ich bin der festen Überzeugung, dass dies der Hauptgrund ist, warum Kinder heutzutage so lange Pampers tragen. Früher gab es nur Stofftücher – die Abfederung war nicht wirklich so toll wie bei Pampers.

Aber irgendwann, nachdem wir uns Beulen, Dellen und Blessuren eingefangen haben, hat es geklappt. Wir sind gelaufen. Zuerst einmal einen Schritt, dann zwei und dann drei… und heute können wir uns noch nicht einmal erinnern, dass es eine Zeit ohne Laufen gab. Und wir bilden uns sogar ein, dass wir dies in kürzester Zeit gelernt hätten! Nein, wir haben Jahre dafür gebraucht, zumindest bis wir es so beherrscht haben, dass es gut aussah. Trotz früher Krankengymnastik und Turnen ab 4 Jahren, war ich erst wirklich in der Lage gerade zu laufen, als ich so 10 Jahre war. Und dann mit zunehmenden Alter kamen da noch der ein oder andere Schwierigkeitsgrad dazu: High-Heels!

Ich bin sogar der Überzeugung, dass mein Bruder es geschafft hat, ein Fremdschämen zu vermeiden. Jedes Mal, wenn er eigentlich (schon über zwei Jahre alt) fast gestolpert wäre, dann hat er einfach die Krätsche gemacht, den Kopf auf den Boden gelegt und gesagt: „Gooogle… Google“. Man er wäre reich, wenn er gewusst hätte, was er da von sich gibt. Aber es war definitiv aus meiner Sicht erfolgsintelligent, so zu tun als ob, er das wollte. Ich behaupte ja, er hat einfach nur das Gleichgewicht nicht halten können. Aber die Geschichte davon kursiert heute noch! Jetzt aber zu einem neuen Thema – ich lerne eine neue Sprache!Streaming and download Inferno (2016)

Und irgendwann zwischendurch war ich auf einmal auf dem Gymnasium – fünfte Klasse: Meine erste Englisch-Stunde. Können Sie sich noch daran erinnern? An Ihren ersten Gehversuch in einer ausländischen Sprache! He, zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht einmal, dass ich nicht Deutsch, sondern Dialekt spreche!

Die erste Hürde: th-Laut richtig aussprechen, ohne eine Pfütze zu hinterlassen und den Klassenraum zu überfluten. Meine Güte war das anstrengend. Aber gerne doch, ich wollte die Sprache erlernen und endlich die Nachbarin verstehen, die sich auf auf dem Balkon gesonnt hat, obwohl sie doch schon so eine dunkle Hautfarbe hatte! (Außerhalb des Themas: Ja, ich habe nach drei Englischstunden gefragt, warum sich ein „black“ „sunned“. Sie werden mich nie vergessen. Nach drei Jahren (mit genügend Englischkenntnissen) habe ich dann erfahren, dass auch Portugiesen sehr viel wert auf Bräune legen!

Aber kommen wir zurück: Nach drei Jahren konnte ich so viel verstehen und sprechen, dass ich fragen konnte! Und auch nach drei Jahren hat sich das ziemlich minderbemittelt angefühlt.

Glauben Sie wirklich, dass Sie ohne Übung Meister in Selbstbehauptung werden?

Ja, das glauben Sie! Sonst würden Sie es einfach üben! Aber die meisten Menschen tun es nicht, da sie denken, das folgende Dinge angeboren sind: Kommunikation, die in den Bann zieht! Durchsetzungsvermögen ist von Gott gegeben! Der ist stark – ich bin schwach! Ich könnte die Liste fortsetzen, mache es aber nicht. Ich bin der Überzeugung, dass Sie die Liste ohne mich viel besser komplementieren können.

Aber ich will eines von Ihnen wissen: Stellen Sie sich vor, Sie hätten so viele Stunden investiert in die Kunst der Assertorik, wie Sie in die Kunst des Laufens und in die Kunst der  Fremdsprache investiert haben. Glauben Sie, Sie wären dann erfolgreich? Denken Sie einfach nur mal darüber nach! Mehr will ich heute nicht erreichen.